Der Dedo de Dios auf Gran Canaria: eine Legende

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Unter allen Dörfern Gran Canarias, gehört Agaete zweifellos zu einem der bekanntesten und schönsten der Insel. Eines der beliebtesten Volksfeste der Insel, das Rama Fest, zu dem jedes Jahr zahlreiche Besucher von der ganzen Insel kommen, findet ebenfalls hier statt. Der Hafen des Dorfes, Puerto de Las Nieves ist ein weiteres Highlight der Region. Die größte Attraktion ist jedoch der im Volksmund genannte Dedo de Dios auf Gran Canaria, was auf Deutsch so viel wie Finger Gottes bedeutet.

Agaete ist eine Gemeinde, deren Wirtschaft sich seit jeher auf Fischerei und Landwirtschaft stützt. In den letzten Jahren wurde dies ebenfalls durch den Tourismus Sektor ergänzt. Aufgrund seines breitflächigen gastronomischen Angebotes, seines unverwechselbaren Charmes und dem Ausgangspunkt für die Fähren nach Teneriffa, ist das Dorf bei Touristen sehr beliebt.

Insbesondere in der Wintersaison spielt der Tourismus eine wichtige Rolle, denn zu dieser Zeit kommen jährlich zahlreiche Besucher aus aller Welt in die Gemeinde. Aber auch im Sommer ist das Dorf ein beliebtes Ziel für die Bewohner anderer Orte der Insel. Aus diesem Grund ist der Tourismus für den wirtschaftlichen Fortschritt des Dorfes von enormen Wert.

In diesem Artikel werden wir Ihnen mehr über die Geschichte und Entstehung, sowie weitere interessante Fakten zum Dedo de Dios mitteilen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die einzigartige Legende dieses bekannten Felsens.

Was ist der Dedo de Dios?

Der Dedo de Dios in Agaete auf Gran Canaria ist ein Basaltgestein, das sich über der ältesten Region Gran Canarias erhebt. Diese ist bereits vor etwa 14 Millionen Jahren entstanden. Der Felsen wurde jedoch erst vor 300.000 Jahren sichtbar, als er durch den Rückzug des gesamten Küstenstreifens infolge von Erosionen von der Klippe isoliert wurde.

Somit wurde der Dedo de Dios auf Gran Canaria nach und nach durch das Meer in seine berühmte Form gebracht. Bis er im Jahr 2005 durch einen starken Sturm zerbrach.

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Wo befindet sich der Dedo de Dios?

Der Dedo de Dios (von Gran Canaria) befindet sich in der nördlichen Gemeinde Agaete. Etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria und 2 Stunden mit der Fähre von Santa Cruz de Tenerife, einem der wichtigsten Häfen im interinsularen Passagierverkehr, entfernt.

Die Gemeinde Agaete befindet sich in einer der Schluchten, die sich durch Teile des Kiefernwaldes von Tamadaba erstreckt und bis hin zum Meer zu einem der schönsten Häfen der Insel, dem Puerto de las Nieves, führt.

Der Dedo de Dios befindet sich direkt vor dem Hafen von Agaete, bewacht von der Steilküste “El Risco de Faneque”, nur wenige Meter vom berühmten Strand “Guaièdra” entfernt.

Wissenswertes zum Dedo de Dios

Viele von Ihnen wissen vielleicht bereits, wo sich der Dedo de Dios befindet und welchen Einfluss dieser auf das Dorf Agaete hat. Aber sicherlich sind Ihnen einige Fakten, rund um das berühmteste Naturdenkmal Gran Canarias, nicht bekannt.

Nachfolgend werden wir Ihnen wissenswerte Details zum Dedo de Dios darlegen, damit auch Sie seine Bedeutung für die Bewohner Agaetes und den gesamten Norden Gran Canaria nachvollziehen können.

1. Der ursprüngliche Name

Der berühmte Felsen war nicht immer unter dem Namen Dedo de Dios bekannt. Domingo Doreste „Fray de Lesco“ war Zum Ende des 19 Jahrhundert und Anfang des 20 Jahrhunderts der erste, der den Namen „Dedo de Dios“ verwendet, um sich auf den so genannten Roque Partido zu beziehen.

Von diesem Moment an wurde er offiziell in den Namen „Dedo de Dios“ umbenannt und Ist seither ein wichtiges Symbol für Gran Canaria und aktuell auch eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes.

Heutzutage wird auf Karten ausschließlich der offizielle Name Dedo de Dios und nicht der ursprüngliche Name verwendet.

2. Augenzeuge

1976 versuchten deutsche Bergsteiger, den Dedo de Dios zu erklimmen. Die Fischer der Gegend versuchten, dies schnell zu verhindern. Denn aufgrund der zahlreichen Erdrutsche in der Gegend ist es nicht ratsam, in seiner Nähe zu Segeln, oder ihn gar zu besteigen.

Die Bergsteiger ignorierten die Warnungen der Fischer jedoch und begannen ihr Abenteuer. Auf dem Weg zum Dedo de Dios widerfuhr ihnen dann ein schreckliches Unglück. Die Strömungen des Meeres nahmen sie gefangen und zogen sie sind unkontrolliert aufs Meer hinaus.

Einer der beiden starb an den Folgen der Strömungen. Den anderen gelang es Zuflucht an einem benachbarten Strand so finden. Wegen des starken Wellengangs konnte er jedoch erst am nächsten Tag gerettet werden. Und all dies dank des Geschicks und des Mutes eines einheimischen Fischers, der dem Bergsteiger sein Leben rettete.

3. Naturkatastrophen und der (nicht vorhandene) Dedo de Dios

tormenta tropical delta

Ein Wendepunkt für dieses Naturdenkmal ist der 28. November 2005. An diesem Nachmittag wütete der Tropensturm Delta über die Insel. Den gesamten Nachmittag über wehte ein starker Wind, der einen großen Teil des Fingers zum Fall brachte.

Seitdem begannen die Bewohner Gran Canarias ihn liebevoll „Gottes Stumpf“ zu nennen.

Das Verschwinden einer der symbolhaftesten Teile des Felsens hinterließ in der gesamten Region schon bald eine große Leere. Deshalb haben sich die Menschen von Agaete und Gran Canaria seitdem zusammengetan, um den Dedo de Dios gemeinsam wieder aufzubauen.

Jedoch gab es auch einige Bewohner, die dafür plädierten, den Roque so zu belassen, wie er war und damit der Natur ihren Lauf zulassen.

Wie Sie sehen können, steckt der Dedo de Dios auf Gran Canaria voller Kuriositäten und unglaublicher Geschichten, die sich über die Jahre hinweg ereignet haben und die Legende des Felsen aufleben lassen.

Entdecken Sie den Dedo de Dios und genießen Sie Agaete

Wer auf Gran Canaria zu Besuch ist sollte auf jeden Fall die wunderbare Region im Norden besuchen. Entdecken auch Sie dieses kleine charmante Fischerdorf und den schönen anliegenden Hafen, der vor kurzem Ausgebaut werden sollte, was jedoch zum Schutz des Ökosystem und zugunsten des Dorfes gestoppt wurde.

Erleben Sie Agaete, seine Ecken, Menschen, Traditionen, Feste wie La Rama und das einzigartige Symbol der Region, den Dedo de Dios hautnah.

Zusammenfassend sollten Sie während Ihrem Besuch in Agaete in jedem Fall den Dedo de Dios besichtigen. Dies können Sie beispielsweise auf einer der traumhaften Terrassen, in dessen Hintergrund Sie das einzigartige Naturdenkmal erblicken können, während Sie den kostbaren Fisch aus der Region probieren.